Die Feuerwehr Obergünzburg


Modularer Gerätesatz Hochwasser in Obergünzburg stationiert

Für den Katastrophenschutz gerüstet – Gemeinderat zu Gast bei der Feuerwehr

 

 

 

14 Tonnen schwer, 290 PS mit Allradantrieb und einer Watttiefe von 65cm mit 1500kg Ladebordwand und vielem mehr. Das sind nur ein Paar Kennzahlen des Gerätewagen Logistik mit „modularem Gerätesatzes Hochwasser“ der seit Anfang August in der Gemeinde Obergünzburg stationiert ist.

 

 

 

Der Freistaat Bayern investiert 17 Millionen Euro und trägt der Forderung aus der Hochwasserkatastrophe 2013 Rechnung. Beschafft wurden für den Freistaat 40 „modulare Gerätesätze Hochwasser“ – 32 auf einem Gerätewagen, 8 auf einem Abrollbehälter. Der Gerätesatz besteht im Wesentlichen aus 11 Rollcontainern auf denen insgesamt 18 „Chiemsee“ Hochleistungsschmutzwasser-Pumpen mit Schläuchen, Armaturen, Lichttechnik, Stromerzeugern und diverser feuerwehrtechnischer Beladung verlastet sind. Mit der Technik ist im Hochwasserfall eine Fördermenge von ca. 35.000 Litern pro Minute möglich!

 

 

 

Am Mittwoch den 13.09.2017 besuchten die Gemeinderäte die Feuerwehr und konnten sich selbst ein Bild von Technik und Einsatzkonzept innerhalb der Gemeinde machen. Das Fahrzeug wird im Rahmen der Katastrophenhilfe im gesamten Bundesgebiet zum Einsatz kommen. Auch denkbar und möglich wäre eine grenzüberschreitende, europaweite Hilfe in den an die Bundesrepublik angrenzenden EU-Ländern. Das Fahrzeug wird gesamtgemeindlich von allen Gemeindefeuerwehren betrieben, um im Einsatzfall der in der Regel über mehrere Tage und Wochen geht, auf einen großen Personalstamm zurückgreifen zu können. In den kommenden Wochen erfolgt die Ausbildung und Einweisung in den Feuerwehren Burg, Willofs, Ebersbach und Obergünzburg.

 

 

 

Das vom Freistaat Bayern finanzierte Fahrzeug kann vollumfänglich für den Einsatz- und Übungsdienst in der Gemeinde Obergünzburg herangezogen werden. So ließ der erste Einsatz nicht lange auf sich warten. Bereits im August wurde der Gerätewagen Logistik genutzt um größere Mengen Ölbindemittel an eine Einsatzstelle zu fahren.

 


Straßenreinigung nach Gülleaustritt:

Ein "Schei** Einsatz im wahrsten Sinne des Wortes. - Respektloses Verhalten gegenüber Einsatzkräften!

Am späten Nachmittag des 16.08. wurde die Feuerwehr Obergünzburg durch einen Landwirt zur Hilfe gerufen, aus dessen 6000l fassendem Güllefass eine große Menge Gülle auslief. Die erhebliche "Güllelache" erstreckte sich vom Unteren Markt in Obergünzburg bis zum Marktplatz und lief bereits in umliegende Kanäle und Abflussschächte. Da die Kanäle ins Oberflächenwasser (Günz) fließen, musste dringend verhindert werden, dass Gülle dort eintritt. Des Weiteren wurde die Straße komplett gesperrt und gereinigt. Außerdem musste das Kanalsystem gründlich gespült werden. Um nicht unnötig Trinkwasser zu verbrauchen, wurde das benötigte Wasser aus der Günz gesaugt. Für ca.3 Stunden kam es im Ortsbereich zu Geruchsbelastung und erheblichen Verkehrsbehinderungen.

Im Verlauf des Einsatzes mussten die Feuerwehr-Einsatzkräfte "dickes Fell" beweisen. Durch die hohen Temperaturen waren die Arbeiten recht anstrengend. Dies bringt unsere Feuerwehrfrauen und - männer allerdings nicht außer Fassung. Viel mehr fassungs- und ratlos macht uns das rücksichtslose Verhalten einiger Verkehrsteilnehmer. Im frühen Verlauf des Einsatzes ignorierte ein LKW Fahrer die Absperrung, zeigte erst den Vogel und gestikulierte etwas später den Mitelfinger gegenüber den Einsatzkräften. Ein weiterer Autofahrer schrie einen Feuerwehrdienstleistenden an , "dass er hier durch müsse und keine Zeit für die Umleitung habe," er wollte wissen: "warum wir uns hier so aufspielen?" Ein weiterer Einwand war: " was soll diese SCHEISSE - müssen Sie während des Feierabendverkehrs unbedingt hier üben, hier brennt es doch nirgends." Diesem jungen Herrn sei gesagt: Retten, Löschen, Schützen, Bergen sind die Aufgaben der Feuerwehr. Es muss nicht zwingend brennen, damit wir mit unseren Löschfahrzeugen anrücken und vorsätzlich und grundlos die Hauptstraße komplett sperren. Alle Gesten und Bemerkungen die uns während des dreistündigen Einsatzes erreichten, hier aufzuführen würde den Rahmen sprengen.

Auch einenHydranten umzufahren,ihn im hohen Gras wieder aufzustellen und weiter zu fahren ohne es zu melden empfinden wir als äußerst dreist. So geschehen im Jahnweg.... Während des Einsatzes stellten wir fest dass dieser ohne Funktion war... was wäre gewesen wenn es gebrannt hätte?

Für die Zukunft bitten wir Sie zu bedenken, dass wir diesen Dienst ehrenamtlich verrichten. Auch wir könnten diese Zeit mit der Familie oder Freunden, bei einem kühlen Getränk am Grill oder im Freibad verbringen. Niemand lässt sich in seiner Freizeit gerne beleidigen oder bepöpeln. Da der Spaß am Übungs- und Einsatzdienst allerdings innerhalb der Feuerwehr nicht zu kurz kommt, leisten wir diesen Dienst gerne! Ähnliche Vorfälle werden in Zukunft mit Hilfe der Polizei zur Anzeige gebracht und absolut nicht mehr toleriert.

 


Übungspläne der aktiven Mitglieder:


Wichtige Termine:

      Termine : Feuerwehr-Verein:    

 

 

  • 17.09.2017
  • Marktfest
  • 04.11.2017
  • Schlachtfest
  • 24.11.2017
  • Jahresabschluss
  • 05.12.2017
  • Klausen Treiben
  • 05.01.2018
  • Ehemaligen Treffen

Download des Übungsplanes:

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Jahresbilanz 2016: Die aktive Feuerwehr

Bericht Kommandant Markus Schäftner:

Hier gibt Kommandant Markus Schäftner einen Jahresrückblick über die Aktivitäten der Feuerwehr im Jahr 2016.

(hier gehts zum kompletten Bericht)


Ich bin gern Feuerwehrfrau...

...weil hier jeder Mann zählt!

 

(Anja Ratzke ist seit neun Jahren dabei und engagiert sich gerne im Führungs-Team der Jugend-Feuerwehr)


So berichtet das Marktblatt: 


Meldungen vom LVB Bayern